Chronik

Der Musikverein Gschaidt ist als Unterhaltungskapelle für flotte Frühschoppenmusik nicht nur in Niederösterreich, sondern auch im angrenzenden Burgenland und in der Steiermark bestens bekannt. Bis zu 30 Ausrückungen jährlich beweisen, dass die Blasmusik auch in der heutigen Zeit noch einen wichtigen Teil der Unterhaltungsmusik einnimmt.

Die Musik hat in Gschaidt schon eine lange Tradition.

Im Protokollbuch der Freiwilligen Feuerwehr Gschaidt wird bereits im Jahre 1907 erstmals eine Ausrückung einer Feuerwehrkapelle aus Gschaidt urkundlich erwähnt.

Im Jahre 1928 lehrte Lehrer Kögele elf junge Männern das Spielen verschiedener Instrumente. Damit legte Kögele den Grundstein einer Musikkapelle in Gschaidt. Die Musiker trugen zu dieser Zeit die Uniform der Freiwilligen Feuerwehr. In den Jahren 1938-1945 während der Wirren des 2. Weltkrieges kam es zu Unstimmigkeiten unter den Musikern. Die Kapelle wurde geteilt und es entstand eine Musikergruppe in Gschaidt und in Grametschlag. Laut Überlieferung soll es kirchliche Prozessionen gegeben haben, bei denen beide Gruppen abwechselnd musizierten. Nach Kriegsende spielten alle Musiker wieder in einer Kapelle. Kapellmeister war damals Ferdinand Simon. Es war eine geringe Anzahl von Musikern, die die Tradition in Gschaidt aufrechterhielten.

Nach dem Tod von Ferdinand Simon sen. im Jahre 1961 übernahm Alfred Höller das Amt des Kapellmeisters. Zu dieser Zeit war das Probelokal die Hausstube im Hause Kager  („Faustmann“). Fünf Jahre später entschloss man sich, einen Musikverein zu gründen. 18 begeisterte Musiker wurden schnell gefunden; der Verein erhielt den Namen „Musikverein Gschaidt/Bucklige Welt“ und trat auch dem NÖ. Blasmusikverband bei, bzw.wurde Mitglied des Blasmusikbezirkes Baden, dem er bis zum heutigen Tag angehört.

Die feierliche Einsegnung des eigenen Musikerheimes in der alten Volksschule fand im Jahre 1972 statt. Die Mitglieder des Musikervereins halfen tatkräftig mit, sich diesen Wunsch nun endlich zu erfüllen. Viel Fleiß und Engagement der Musiker, allen voran Alfred Höller, verhalfen dem Verein zu seinem heutigen Bekanntheitsgrad. Im Jahre 1993 übergab Alfred Höller sein Amt als Kapellmeister seinem Sohn Martin Höller. 1996 wurde  Ferdinand Simon von Alois Kager als Obmann abgelöst. Der Musikverein Gschaidt nahm eine Reihe von jungen Mitgliedern auf und wurde so zu einem jungen, dynamischen Musikverein mit heute 32 Mitgliedern.
Im Jahr 2000 baute man das alte Feuerwehrhaus zu einem modernen Probelokal aus.
Im Frühjahr 2006 wird Christian Höller neuer Obmann.